Anleitung für Kinder einem Hund das Leckerli zu geben – Hundegestützte Pädagogik –

Anleitung für Kinder einem Hund das Leckerli zu geben – Hundegestützte Pädagogik –

Schritt 1

Ich zeige wie es nicht geht!

Zunächst zeige ich den Waldkindergartenkindern wie es nicht geht, da es um den von mir am häufigsten beobachteten Fehler, auch bei Erwachsenen handelt. (Bild Sprotte falsch). Dem Hund darf das Leckerli nicht vorgehalten werden. Hier wird der Hund animiert zu „schnappen“, denn er sieht seine Belohnung und möchte mit seiner Schnauze dort hin. Hierbei kann er auch gerne daneben zielen und die Hand oder die Finger erwischen.

Ich lasse die Kinder diesen Schritt nicht selber machen denn sie sollen es von vorne herein richtig machen und auch nicht Gefahr laufen ihre Finger oder gar Hand unsanft in Brunhildes Mund zu parken.

Ich erkläre ihnen aber, dass es wichtig ist, den Hund zur Nasenarbeit und nicht zur Schnapparbeit zu motivieren und zeige ihnen wie es „falsch“ ist. Neufundländerin Brunhilde arbeitet mit. Sie darf natürlich nur schnappen weil ich vorher „heimlich“ das Kommando „nimms dir“ beigebracht habe, ohne dass sie grundsätzlich nichts fressen darf. Ich nehme für alle Training Sprotten, da arbeitet sie stets motiviert mit.

Schritt 2

Füttern mit Anleitung

Ich setze unsere Walkindergartenhündin Brunhilde  im Sitz ab und positioniere mich zwischen Hund und Kind. Das vermittelt Sicherheit. Ich knie, denn ich möchte auf Augenhöhe mit dem Kind sein.

Ich lege ein Stück Sprotte in die Kinderhand (Bild Sprotte in der Hand) und helfe diese zu einer Faust (Bild Sprotte in der Faust) zu ballen. So verschwindet die Sprotte in der Kinderhand.

Ich nehme die Kinderhand und halte sie in meiner Hand geschützt vor Brunhildes Nase.(Bild Fütterung mit Hilfestellung). Ich erkläre den Kindern warum das so gut funktioniert. Denn: Neufundländerdame Brunhilde muss so ihre Nase benutzen und nicht ihre Schnauze. Das lässt sie ruhig werden und nach Futter suchen, anstatt nach Futter zu schnappen.

Ich sage den Spruch: „Riechen, riechen, riechen, aufmachen“ und helfe dem Kind es „drei Mal riechen lang“ auszuhalten. Dann helfe ich die Hand aufzuklappen. Neufundländerin Brunhilde nimmt zärtlich das Stückchen Sprotte.

Die meisten Kinder trauen sich erst nach und nach. Ich lasse sie es nur wiederholen, wenn sie es freiwillig wollen. Aber maximal drei Mal, damit alle mit einem Erfolgserlebnis abschließen . Brunhilde könnte außerdem gierig werden und mit der Pfote nachhelfen. Das machen Neufundländer gerne, wenn sie schneller mehr wollen.

Schritt 3

Leckerli geben als Belohnung für die Waldkindergartenkinder

Die Kinder dürfen als Belohnung für Dinge, die sie besonders gut gemacht haben, Brunhilde eine Sprotte geben. Je öfter sie das machen, desto selbstsicherer werden sie. Irgendwann können sie ohne meine Handführung Brunhilde ein Leckerli geben. Wichtig: Ich bin immer bei allen Kindern in Hockstellung zwischen Hund und Kind! So habe ich jederzeit Zugriff und vermittele die nötige Sicherheit.

 

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Dr. Iris Osswald-Rinner
info@waldpaedagogik.life

Waldschrat, Wissenschaftlerin und freie Autorin. Ich mache, was mein Herz mir sagt und von meinem Verstand genehmigt aber auch von ihm unterstützt wird. Mein Herz schlägt für meinen Mann und meine Kinder. Ich bin eine Vollblutsoziologin, die niemals aufhört nach dem guten, glücklichen Leben zu forschen. Insbesondere für Kinder. Zu meinem persönlichen guten Leben gehören zwei Neufundländer, drunter geht nix.