5 Tipps worauf du beim Kauf einer Trinkflasche für dein Waldkindergartenkind achten solltest

Es gibt mindestens genauso viele verschiedene Trinkflaschen wie es Meinungen dazu gibt. Als Mutter von drei Kindern und Hüterin von ziemlich vielen Waldkindergartenkindern stelle ich die Kühne Behauptung auf: ich habe sie alle gesehen, alle zu Hauf in meiner Küche stehen gehabt, alle geschrubbt, beinahe alle schon weggeschmissen, alle Macken identifiziert.

Puh. Meine Anspruchslage ist im Laufe der Jahre gestiegen. Also was sollte meiner Meinung nach eine gute Trinkflasche können?


Tipp 1: Bei der Trinkflasche auf die Füllmenge achten

Die Trinkflasche muss für Haselmäuse (3-4) etwas anders ausfallen als für Eichhörnchen (4-5) oder schlaue Füchse (5-6). Eine Haselmaus packt meistens nicht so viel wie ein Vorschulkind. Außerdem gibt es dann noch den individuellen Bedarf der Kinder.

Es gibt Vieltrinker und Kinder, die nur ihr Minimum trinken. Dann gibt es noch den Unterschied zwischen Sommer- und winterbedarf. Bitte beachte auch, dass dein Waldkindergartenkind seine ganzen Sachen mit sich im Rucksack tragen muss.

Hier ein Tipp: Wenn dein Kind ein Vieltrinker ist. Einfach zwei Flaschen kaufen, die kann man dann in beide Außennetze am Rucksack gleichmäßig verteilen. Dein Kind sollte am Tag mindestens 700 ml Flüssigkeit in den Waldkindergarten mitbringen.

Ein guter Waldkindergarten hat zusätzlich noch Tees oder Wasser zum Nachfüllen vor Ort. Achte darauf, dass die Trinkflasche gut in das Seitenfach oder die Seitenfächer des Rucksacks hereinpasst. Ich erlebe immer wieder, das schlecht sitzende Trinkflaschen aus dem Rucksack herausfallen. 


Tipp 2: Auf Winter- und sommertauglichkeit achten

Im Winter ist es schön wenn ein Getränk, wie zum Beispiel Tee, lange warm bleibt. Im Sommer ist ein gekühltes Getränk von Vorteil. Ich bevorzuge deshalb, und das empfehle ich auch den Eltern aus meinem Kindergarten, eine Trinkflasche, die beides kann.

Im Winter das Getränk schön warm und im Sommer kühl halten. Das ist der Job einer Trinkflasche. 


Tipp 3: Auf eine große Trinköffnung achten

Es gibt viele gute Gründe, warum die groß sein sollte. Grund eins: Alle „Nuckelflaschen“, wie sie von Radsportlern benutzt werden und wie ich sie sehr oft bei Kindern sehe, haben große Nachteile. Sie sind sehr schlecht zu reinigen.

Die Kinder benutzen häufig ihre Zähne, um sie zu öffnen, was der Trinkflasche selten bekommt. Übrigens auch nicht den Zähnen. Es kommt wenig Flüssigkeit raus, so dass die Kinder ihren Durst nur kurzfristig löschen und deshalb sehr häufig trinken.

Im Fall dessen, dass du Schorlen mitgibst, hat das ein Folge: die Zähne werden permanent umspült. Keine besonders gute Idee wenn du keine Karies züchten möchtest. Eine große Öffnung ermöglicht den Kindern in großen Schlücken ausreichend viel zu trinken. Und jetzt kommt es noch doller: 


Tipp 4: Auf eine große Trinköffnung achten

Was hat die Trinköffnung jetzt auch noch mit der Sprachentwicklung zu tun? Die zügige und normale Entwicklung der Mundmotorik im Bereich Essen und Trinken ist Grundvoraussetzung für eine gute Sprachentwicklung. Kauen, Schlucken will gelernt sein.

Wer seinen Mund beherrscht, der kann gut sprechen. Das Kind beginnt ja bekanntermaßen mit dem Saugen und dem Schlucken.

Klingelts?

Ein Baby kommt normalerweise irgendwann vom Nuckel und Saugen weg. Aus guten Grund wenn es um die Entwicklung der Mundmotorik geht. Wenn jetzt Kinder aber, und sogar Erwachsene, dauernd nuckeln freut sich nur eine Berufsgruppe: Die Logopäden. Die Moral von der Geschicht: gebe deinem Kind eine Nuckelflasche im Kindergarten nicht. Gewöhne dein Kind aus Tasse, Becher oder sonstigen großen Öffnungen zu trinken. So früh wie möglich. Auch wenn am Anfang einiges daneben geht.

Trinken muss eben gelernt werden. Ein Drehverschluss ist obendrauf noch klasse, denn das ermöglicht eurem Kind die tolle Übung einen Drehverschluss selbständig öffnen zu können. Dazu braucht es am Anfang die Unterstützung der Betreuer. Aber dazu sind die ja da. 


Tipp 5: Auf Robustheit und mögliche Siffstellen achten

Ein Sturz sollte der Trinkflasche nichts ausmachen. Robust ist für einen Waldkindergarten immer gut. Alu hat sich hier bewährt. Dicht wäre auch nicht schlecht. Und wenn man sie nicht in der Spülmaschine sauber macht, sondern sie mit Backsoda oder Zitronensäure und Wasser über Nacht stehen lässt, schmeckt das Getränk am nächsten Tag auch nicht nach Seife oder Tabs.

Die Deckel lassen sich ebenso gut über Nacht einweichen. Einfach am nächsten Morgen bürsten, abwaschen und fertig.


Welche Trinkflasche ist mein Favorit?

Es gibt sicher einige, die gut sind. Ich habe dennoch einen Top Favoriten. Diese Trinkflasche erfasst genug Trinkmenge, ist leicht, hält einiges aus, ich kann sie reinigen ohne, dass sie an Schwachstellen versifft, die Trinköffnung ist genau richtig, sogar für Haselmäuse machbar, sie hält Warmes lange warm, Kaltes lange kalt, sie ist absolut dicht und hält ewig.

Mein Sohn geht jetzt in die dritte Klasse. Er hat sie im ersten Jahr seines Kindergartendaseins schon dabei gehabt. Ich musste bisher nur einmal den Deckel nachkaufen. Was übrigens auch ein Vorteil ist:  man kann einen Deckel nachkaufen. PS. Die Flasche hat zusätzlich ein Teesieb integriert. Es lässt sich rausnehmen braucht aber einiges an Kraft. 

Sigg Thermosflasche Hot and Cold Classic , Grün, One size, 8434


Dein Waldschrat 

Dr. Iris Osswald-Rinner

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Dr. Iris Osswald-Rinner
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Waldschrat, Wissenschaftlerin und freie Autorin. Ich mache, was mein Herz mir sagt und von meinem Verstand genehmigt aber auch von ihm unterstützt wird. Mein Herz schlägt für meinen Mann und meine Kinder. Ich bin eine Vollblutsoziologin, die niemals aufhört nach dem guten, glücklichen Leben zu forschen. Insbesondere für Kinder. Zu meinem persönlichen guten Leben gehören zwei Neufundländer, drunter geht nix.